Der Rettungsdienst des DRK im Kreis Ludwigsburg

 

Verkehrsunfall

Einsatz
Der Rettunsdienst setzt sich im wesentlichen aus dem hauptamtlichen Rettungsdienst des Kreisverbandes und den ehrenamtlichen taktischen Unterstützungseinheiten (Schnelleinsatzgruppen - SEG, Einsatzgruppen-Betreuung-akut - EGB) zusammen.

Der hauptamtliche Rettungsdienst ist 24h einsatzbereit und wird von Rettungsassistenten und Notärzten durchgeführt.

Im ehrenamtlichen Bereich unterhält der Ortsverein Murr eine Einsatzgruppe-Bereitschaft, welche Werktags von 18:00Uhr bis 6:00Uhr und am Wochenende ganztags einsatzbereit ist.

Bei entsprechender Qualifikation (mindestens Rettungshelfer) können auch Ehrenamtliche im hauptamtlichen Rettungsdienst z. B. im Krankentransport mitarbeiten.

 Wie arbeitet der hauptamtliche Rettungsdienst?




Die Einsatzgruppe-Betreuung-akut Murr Taktisches Zeichen EGB

Die Einsatzstärke der EGB beträgt vor Ort minimal 2 Personen (1 Gruppenführer und 1 Helfer)
im Regelfall 3 Personen (1 Gruppenführer und 2 Helfer).

In der so genannten 2. Linie, also an der Unterkunft oder anderen Orten, welche aus
organisatorischen Gründen gerade aufgesucht werden,
können beliebig viele Helfer arbeiten oder für Aufgaben bereit stehen.
Es sollte aber zumindest eine Person (Organisierer) an der Unterkunft
bereit stehen.Dieser steht per Telefon und Funk in Kontakt zur Leitstelle und dem Einsatzteam an der Einsatzstelle.

Die Taktische Einheit vor Ort verfügt über 1 Einsatzfahrzeug:

● Gerätewagen EGB Rufname 4m: Rotkreuz Ludwigsburg 83/33-1 2m: Aeskulap Murr 33-1




 <-Fahrzeuge  (Links: B-LKW, Rechts: Gerätewagen EGB)                
 

                                                                         Laderaum des Gerätewagens->     
Ab in den Einsatz
 Aufgaben der EGB

Das Aufgabenspektrum des DRK bei Einsätzen der EGB ist sehr breit gefächert.
Im Grunde genommen stellt das DRK mit der EGB oder mehreren EGBs/SEGs im Verbund ein
umfassendes Dienstleistungspaket zur Bewältigung von (Groß-) Schadenslagen bereit.
Diese Aufgaben leiten sich vom DRK-Leitbild und somit vom Selbstverständnis des DRK ab.
Im Mittelpunkt steht der Mensch!!

Die EGB füllt den Raum der anfallenden Aufgaben die nicht von Polizei, Feuerwehr,
Technischem Hilfswerk, Wasserrettung und Bergrettung, und hauptamtlichen Rettungsdienst abgedeckt werden.
Dieser Bereich lässt sich in zwei große Bereiche aufteilen: Betreuungsdienst und Sanitätsdienst.

Betreuungsdienstliche Aufgaben

Zum Betreuungsdienst gehören alle Maßnahmen, welche zum Erhalt und der Wiederherstellung von
normalen Lebensrahmenbedingungen führen oder die Normalität anstreben oder die weitere
Verschlechterung der gesundheitlichen und der umgebungsbedingten Situation unterbinden.

Diese sind:

● Evakuierung von potentiell gefährdeten Personen

● Begleitung und soziale Betreuung der Personen (inkl. Notfallseelsorge organisieren)

● Maßnahmen zum Wärmeerhalt von Betroffenen

● Versorgung mit Gegenständen des täglichen Bedarfs

● Verpflegung mit Essen und Trinken von Betroffenen und Einsatzkräften

● Einrichtung und Betrieb von Notunterkünften (kleine Personenmengen)

● Maßnahmen zur Herstellung der technischen und taktischen Einsatzfähigkeit (Kommunikation, Führung, Beleuchtung, Eigenschutz...)


Sanitätsdienstliche Aufgaben

Zum Sanitätsdienst gehören alle Maßnahmen die dazu dienen medizinische Hilfe für Betroffene
bereitzustellen. Primär ist dies Aufgabe des hauptamtlichen Rettungsdienstes. Die EGB unterstützt
wenn notwendig den hauptamtlichen Rettungsdienst und übernimmt solange noch keine
hauptamtliche Rettungsdienstkräfte vor Ort sind, die Erstversorgung von Verletzten.

Im Einzelnen ist das:

● Versorgung von Verletzten mit lebenserhaltenden Maßnahmen

● Linderung von gesundheitlichen Schäden

● Einrichtung einer Verletztensammel- und Behandlungsstelle (Verletztenablage)

● Transport von Verletzten vom Übergabepunkt der Feuerwehr zur Ablage

● Transport von Verletzten aus dem ohne Atemschutz oder besonderen Körperschutz betretbaren Gefahrenbereich zur Ablage

● Einrichtung eines KTW/RTW Halteplatzes

● Einrichtung einer Landemöglichkeit für RTH

● Beaufsichtigung und Hilfsbereitschaft bei Atemschutzeinsatz der Feuerwehr, zur Behandlung von Arbeitsunfällen von Einsatzkräften

● Maßnahmen zur Herstellung der technischen und taktischen Einsatzfähigkeit (Kommunikation, Führung, Beleuchtung, Eigenschutz..)

Welche Teilaufgaben in einem Einsatz von der EGB wahrgenommen und bewältigt werden, hängt
von der Einsatzlage, der eigenen aktuellen Stärke und der Entscheidung der Einsatzleitung ab!